Rietheim jetzt bald am schnellen Netz

Rietheim jetzt bald am schnellen Netz

Der Breitband-Ausbau hat nun begonnen, 60 Prozent der Haushalte haben schon Ja zu ihrem Anschluss gesagt.

Auch interessierte Rietheimer Bürgerinnen und Bürger sind zum Spatenstich gekommen. An den Spaten: KTS Bauleiter Matthias Wühr, Amtsleiter Franz Josef Holzmüller, Oberbürgermeister Rupert Kubon, Ortsvorsteherin Gudrun Furtwängler, Zweckverband-Geschäftsführer Jochen Cabanis und Stadtrat Berthold Ummenhofer (von links). Bilder: Roland Dürrhammer

 

„Wir freuen uns, dass wir jetzt am Zuge sind“, sagte Ortsvorsteherin Gudrun Furtwängler beim Spatenstich für die Breitbandversorgung in Rietheim. „Wir brauchen überall bis in die Häuser den Glasfaseranschluss und dafür hat die Stadt Villingen-Schwenningen schon über zehn Millionen Euro investiert“, so OB Rupert Kubon, der es für wichtig hält, dass die Bevölkerung das Angebot auch annimmt.

 

Sehr zufrieden zeigte sich der Geschäftsführer des Zweckverbands Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar, Jochen Cabanis, mit der Anschlussquote in Rietheim. „60 Prozent der Haushalte haben sich schon für den Anschluss entschieden“, so Cabanis, der weiter für diesen Schritt bei den Rietheimern wirbt. Wichtig sei es, sich jetzt schnell zu entscheiden, empfiehlt Cabanis. „Wenn wir in einer Straße durch sind, ist es zu spät“. In zwei Jahren benötigte jeder diese Technik, so seine Vorhersage. „Nicht zu unterschätzen ist die Wertsteigerung der Gebäude durch den Glasfaseranschluss“, betonte Furtwängler, die hofft, dass sich noch mehr der rund 350 Rietheimer Haushalte beteiligen werden. „Die Frage ob ein Glasfaseranschluss vorhanden ist, wird immer bedeutender bei Vermietung oder Verkauf von Immobilien“, so Furtwängler.

 

„Von der ursprünglichen Planung, im Herbst zu beginnen, sind wir abgekommen, um die Arbeiten wegen der Winterzeit nicht unterbrechen zu müssen“, so Cabanis. Man habe jetzt begonnen und könne die Arbeiten in einem Stück bis zum Jahresende fertigstellen, so die Planung. „Wir verlegen rund 22 000 Meter Leerrohr und benötigen 25 000 Meter Kabel für die Hausanschlüsse“, so Bauleiter Matthias Wühr vom Heilbronner Bauunternehmen KTS, das die kompletten Arbeiten vom Tiefbau bis zum Hausanschluss ausführt. „Maximal ein bis zwei Tage müssen die Hausbesitzer mit Einschränkungen rechnen“, sagt Cabanis. Und: „Wir garantieren eine Übertragungsrate von 140 Mbits/s im Download und 40 Mbits/s im Upload.“ Wer mehr benötige, könne dieses Mehr problemlos erhalten. Das sei, als würde man den Wasserhahn weiter aufdrehen, sagte Cabanis.

 

Die Leitung kommt von Pfaffenweiler und wird sich in Rietheim Richtung Villingen-Süd und Marbach verzweigen. „Wir rollen von Rietheim her dann Marbach und die Innenstadt von Villingen auf“, sagte der Oberbürgermeister, der sich schon freut, selbst bald in den Genuss des schnellen Internets zu kommen. „Der zentrale Technikstandort, das sogenannte PoP-Gebäude, wird bei der Feuerwehr stehen. Es dient als Knotenpunkt und beherbergt die aktive Technik“, so Wühr, der für Fragen der Bürger ein offenes Ohr hat. „Auch von der Planungsgesellschaft wird immer jemand vor Ort sein“, so Cabanis, der betont, dass es für den Zweckverband wichtig sei, dass alles seriös ablaufe: „Wir haben keine Drückerkolonnen unterwegs, die versuchen, noch schnell einen Vertrag abzuschließen.“